Erst im März dieses Jahres wurde der Grundstein für den neuen Anbau am Krankenhaus Freyung gelegt. Dieser entsteht entlang der Krankenhausstraße und soll ab Ende 2018 die Verwaltung, die Technik, Bereitschaftsdienstzimmer und zwei Stationen mit insgesamt 60 Betten (Bereich Innere Medizin und Chirurgie) beheimaten.
Innerhalb kürzester Zeit wurde nun der Rohbau des Anbaus fertiggestellt. Somit konnte bereits am 13. Oktober Richtfest mit zahlreichen Gästen gefeiert werden.
Dass dies nicht selbstverständlich sei, erklärte Architekt Heito Winter in seiner Ansprache. Denn erst vor 2 Jahren, nachdem der Kreistag die Verlegung der Akutversorgung vom Krankenhaus Waldkirchen nach Freyung mehrheitlich beschloss, wurde er mit seinen Kollegen des Münchner Architektenbüros „planI4“ mit der Planung beauftragt.
Ein gutes Zusammenspiel einzelner Faktoren sorgte dafür, dass der Rohbau fristgerecht umgesetzt werden konnte. So bedankte sich Geschäftsführer Helmut Denk bei den Mitarbeitern der Regierung von Niederbayern für die rekordverdächtige Genehmigung des Bauvorhabens innerhalb von nur zwei Monaten. Landrat Gruber, der den Zeitplan ebenfalls als „sportlich“ bezeichnete erklärte: „Die schnelle Genehmigung zeigt, dass man auch bei der Regierung erkennt, dass der Erweiterungsbau mit insgesamt ca. 5.000 Quadratmetern Nutzfläche eine zukunftsweisende Entscheidung für die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Bürger im Landkreis ist“. Denn für die Kosten am Neubau in Höhe von 26,4 Mio. Euro fließen auch 21,5 Mio. Euro Fördergelder. Er bekräftigte in seiner Ansprache noch einmal, dass die Verlagerung der Akutversorgung von Waldkirchen nach Freyung alternativlos gewesen sei.
Auch die ausführende Baufirma wurde in den Ansprachen für die außerordentlich gute Umsetzung gelobt. Mit großem Engagement wurden auch unerwartet auftretende Schwierigkeiten von ihr bewältigt. Mit dem Baukran setzten sie dem Anbau nun die Richtkrone auf. Damit wurde zum einen den Architekten und Bauherren gedankt, aber auch der Segen für den Anbau erbeten.
Nach der Vorstellung der baulichen Maßnahmen und der weiteren Pläne durch den technischen Leiter Franz Brunnbauer gab es noch ein gemeinsames Mittagessen im Foyer des Krankenhauses. Im Anschluss konnten sich die zahlreichen Gäste bei einer Begehung des Rohbaus ein eigenes Bild von den neuen Räumlichkeiten machen.
Bis März 2019 soll außerdem der Umbau des 4. OG des bestehenden Altbaus abgeschlossen sein. Dort wird die Akutgeriatrie mit 20 Betten neben der bereits vorhandenen geriatrischen Reha einziehen. Außerdem wird auf dieser Ebene die Palliativstation mit 8 Betten untergebracht.
