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In dringenden Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an die interdisziplinären Notaufnahmen der Standorte Freyung oder Grafenau.

Diese sind 24 Stunden besetzt und sind wie folgt erreichbar:

Notaufnahme Freyung

Tel: +49 8551 977-0

Bitte melden Sie sich beim Haupteingang des Krankenhauses an der Pforte, bzw. läuten Sie nachts an der dafür vorgesehenen Glocke.

Notaufnahme Grafenau

Tel: +49 8552 421-3225

Bitte melden Sie sich beim Haupteingang des Krankenhauses an der Pforte, bzw. läuten Sie nachts an der dafür vorgesehenen Glocke.

Fast 400 Mitglieder im Krankenhaus Förderverein: 20 Prozent mehr Patienten in FRG-Kliniken

Freyung. Zur Jahreshauptversammlung des Vereins „Freunde und Förderer des Krankenhauses Freyung“ hatte Dekan und Stadtpfarrer Magnus König ins Landhotel Brodinger geladen. Dort wurden beeindruckende Zahlen veröffentlicht. Im Jahr 2025 sind rund 40 Personen neu in den Verein eingetreten. Inzwischen sind 396 Mitglieder verzeichnet. „In diesem Jahr wollen wir auf jeden Fall die 400 Mitglieder-Marke überschreiten“, so Magnus König.

 

Als „extrem positiv angenommenes Angebot“ bezeichnete Schriftführer Helmut Fuchs die Führung durch die Krankenhausbaustelle. Mehr als 70 Teilnehmer hätten sich über die große Investition des Landkreises informiert. Im Anschluss seien einige Teilnehmer dem Verein beigetreten. „Der alljährliche Silvesterbesuch der beiden Vorsitzenden mit dem Ärztlichen Direktor kommt in der Belegschaft sehr positiv an“, so Fuchs weiter. Er berichtete von vielfältigen Anschaffungen, die der Förderverein für das Krankenhaus und seine Belegschaft getätigt habe. Auch übernehme der Verein seit Jahren den Grabschmuck für das Grab der Sternenkinder im Freyunger Friedhof.

Nachdem alle Spenden, die von Angehörigen der Patienten der Palliativstation an den Verein gehen zweckgebunden für die Palliativstation eingesetzt werden, konnte auch hier viel bewegt werden. So seien einige Fort- und Weiterbildungen finanziert worden, Musikinstrumente wurden repariert, mehrfach der Blumenschmuck erneuert und wiederholt wurden auch besondere Öle für die Palliativstation erworben.

 

In seinem Kassenbericht konnte Schatzmeister Daniel Reitmayr über einen sehr soliden Kassenbestand berichten. Der Förderverein habe einige tausend Euro für seinen Zweck zur Verfügung stellen können. „Wir freuen uns, dass es weiterhin eine hohe Spendenbereitschaft für eine wohnortnahe medizinische Versorgung in unserem Krankenhaus gibt“, so Reitmayr. Wie die beiden Kassenprüfer festgestellt hatten, wurde die Kasse umsichtig geführt und daher auch der Vorstand einstimmig entlastet. Peter Sammer hatte die Kassenprüfung gemeinsam mit Martin Kreuzer übernommen und lobte die Arbeit des Kassiers ausdrücklich.

 

Beeindruckende Zahlen des Geschäftsführers

 

Von 1.300 zusätzlichen, stationären Patienten im Kalenderjahr 2025 konnte Geschäftsführer Marcus Plaschke berichten. Die sogenannten „CM-Punkte“ seien im vergangenen Jahr um über 10% gestiegen. Im Vergleich zum Jahre 2023 sogar um rund 20%. Dies habe dazu geführt, dass das Betriebsergebnis in den Kliniken erheblich besser ausgefallen sei als ursprünglich erwartet. „Auch das Thema Parkplätze haben wir selbstverständlich im Blick. In Grafenau haben wir rund 120 PKW-Stellplätze. Wenn die stationäre Versorgung aus Grafenau nach Freyung verlagert wird, gibt es entsprechend mehr Frequenz in Freyung. Um dem gerecht zu werden, kommen in Freyung 162 neue Stellplätze hinzu, die wir rund um den Freyunger Bahnhof neu schaffen“, so Plaschke.

Rund um das Kreiskrankenhaus Freyung seien damit durch die Kliniken gGmbH 300 Stellplätze gebaut worden und vorhanden. Dazu kommen noch die Stellplätze in den Tiefgaragen und des Krankenhauses. „Damit hat die Kliniken gGmbH ihre Hausaufgaben gemacht“, zeigte sich der Geschäftsführer überzeugt.

 

Ärztlicher Direktor unterstreicht gute Versorgung

 

Vorstandsmitglied Dr. Thomas Motzek-Noé, Ärztlicher Direktor der Kliniken am Goldenen Steig gGmbH betonte, dass das Krankenhaus Freyung „de facto nie abgemeldet ist und immer Patienten aufnimmt“. Dies führe dazu, dass die Leitstelle oft Patienten aus dem Landkreis Passau nach Freyung bringe, weil das Klinikum Passau abgemeldet sei und mit Notfallpatienten nicht mehr angefahren werden könne. „Es gibt eine weitere, große Besonderheit: Alle unsere Chefärzte sind im MVZ tätig. Das heißt, jeder Patient hat die Möglichkeit, die behandelnden Chefärzte auch auf diesem Wege persönlich zu kontaktieren. Eine niederschwelligere Ansprache und engere Begleitung wird es kaum irgendwo geben können“ unterstrich der ärztliche Direktor und Chefarzt für Neurologie am Freyunger Krankenhaus.

 

Umzug zum Jahreswechsel

 

Wie Marcus Plaschke weiter berichtete, liegt die Baumaßnahme im Zeitplan und aktuell 3 Mio. Euro unter den veranschlagten Kosten. Es sei geplant, dass die stationäre Versorgung aus Grafenau zum Jahreswechsel 2026/2027 nach Freyung verlegt werde. „In Grafenau entsteht dann ein unverzichtbares, breit aufgestelltes ambulantes Operationszentrum. Die Freyunger OP-Säle sind heute schon zu rund 90% ausgelastet. Das belegt eindeutig, dass wir Grafenau und Waldkirchen weiterhin unbedingt brauchen, um unsere Patienten in der Region gut versorgen zu können“ so der Geschäftsführer.