Der Verlust eines Arms oder Beins verändert das Leben radikal. Um Betroffenen neue Hoffnung zu geben, bündeln die Kliniken am Goldenen Steig ab sofort ihre medizinische Fachkompetenz: Eine neue, interdisziplinäre Spezialsprechstunde unter dem Titel „Stop Amputation – Rekonstruktion statt Amputation“ setzt auf modernste Alternativen zur Entfernung von Gliedmaßen.
In dem neuen Schwerpunkt arbeiten zwei hochspezialisierte Fachbereiche Hand in Hand: Die Abteilung für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Andrzej Gabrusiewicz und der neu aufgebaute Fachbereich für Plastische Chirurgie unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Dr. med. univ. Matthias Aitzetmüller-Klietz.
Während die Gefäßchirurgen blockierte Adern oder Venen wieder eröffnen und so den lebenswichtigen Blutfluss wiederherstellen, übernehmen die Plastischen Chirurgen die Geweberekonstruktion und damit den Wundverschluss. Durch diese enge Kooperation können selbst große, chronisch offene Wunden erfolgreich geschlossen werden.
Das Angebot richtet sich an Patienten mit schwerem diabetischen Fußsyndrom, fortgeschrittener Schaufensterkrankheit (pAVK), seit Monaten schlecht heilenden Wunden sowie an Unfallopfer mit massivem Gewebeverlust. Über ein spezielles Stufenkonzept erhält jeder Patient einen maßgeschneiderten Therapieplan. Patienten bei denen eine Amputation im Raum steht können zusätzlich hier eine Zweitmeinung einholen.
Die Sprechstunde findet nach vorheriger Terminvereinbarung im Klinikum Freyung statt. Anmeldungen und Terminvereinbarungen sind ab sofort unter der Telefonnummer 08551 977-1790 möglich.
Neue Spezialsprechstunde in Freyung: Gemeinsam gegen die Amputation

Geschäftsführer Marcus Plaschke (Mitte) gemeinsam mit dem beiden Chefärzten Dr. med. Andrzej Gabrusiewicz (links) und Priv.-Doz. Dr. Dr. med. univ. Matthias Aitzetmüller-Klietz (rechts).