In dringenden Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an die interdisziplinären Notaufnahmen der Standorte Freyung oder Grafenau.

Diese sind 24 Stunden besetzt und sind wie folgt erreichbar:

Notaufnahme Freyung

Tel: +49 8551 977-0

Bitte melden Sie sich beim Haupteingang des Krankenhauses an der Pforte, bzw. läuten Sie nachts an der dafür vorgesehenen Glocke.

Notaufnahme Grafenau

Tel: +49 8552 421-3225

Bitte melden Sie sich beim Haupteingang des Krankenhauses an der Pforte, bzw. läuten Sie nachts an der dafür vorgesehenen Glocke.

Sternenkinder: Wenn das Leben viel zu früh endet

Wächst ein Kind im Bauch der Mutter heran, ist die Freude meist riesengroß. Doch wenn ein Baby noch vor der Geburt stirbt, ist das für die Eltern ein schwerer Schicksalsschlag. An Stelle von Freude, fühlen sie Trauer und Schmerz, denn sie mussten Abschied von ihrem Kind nehmen, dem sie kurze Zeit so nah waren.
Über die sogenannten Sternenkinder wird wenig gesprochen, doch auch an sie wird im November besonders oft gedacht. Auch im Krankenhaus in Freyung endeten im Jahr 2019 27 Schwangerschaften auf diese Weise. Um die Eltern während ihrer Trauer zu unterstützen, kümmert sich die Kinderkrankenschwester Kathrin Ernst-Zipp um die Organisation des Trauergottesdienstes und um die Gestaltung der Gedenkstätte. Seit 2008 gibt es die Grabstätte für sogenannte „stillgeborene Kinder“ auf dem Friedhof im Waldvereinsweg in Freyung, welche von der Stadt Freyung unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. Die betroffenen Eltern können das Grab jederzeit besuchen und mitgestalten.
Als Krankenhausseelsorger übernimmt Kaplan Thomas Hochwimmer den 3-4-mal im Jahr stattfindenden Trauergottesdienst. Die Bestattung und anschließende Beisetzung führt das Bestattungsinstitut Pradl unentgeltlich. Das Blumengeschäft Zeides stiftet dabei den Blumenschmuck für die Urnen. Der Förderverein des Krankenhauses Freyung übernimmt die Kosten für Grabschmuck und Kerzen.
„Ich bin froh, dass wir den betroffenen Eltern durch die Grabstätte und den Gottesdienst die Möglichkeit geben können, um ihre Kinder zu trauern. Denn ein bewusstes Abschied nehmen kann heilsam auf dem Trauerweg sein“, erklärt Frau Ernst-Zipp. Seit 2014 unterstützt sie die betroffenen Eltern mit ihrer ehrenvollen Aufgabe. Ihr ist es besonders wichtig, ein Bewusstsein für die Sternenkinder und der damit verbundenen Trauer in der Bevölkerung zu schaffen. Man müsse den Schmerz der Eltern verstehen. Nur so könne man die richtigen Worte finden, wodurch es den Betroffenen leichter fällt, über den Verlust ihres Kindes reden zu dürfen, um anschließend wieder vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken.