Chefarzt Peter Bomba konnte, tatkräftig unterstützt von seinem Chefarzt-Kollegen und dem Team, im Herzkatheterlabor im Grafenauer Krankenhaus mit einem Schirmchen (Plug) bei einem Patienten ein paravalvuläres Leck (ein Loch neben der Herzklappe) interventionell verschließen und dem Patienten somit die erneute Herz-OP ersparen.

Kurz vor der Entlassung aus dem Grafenauer Krankenhaus sitzen Herr Freund und Chefarzt Peter Bomba im schattigen Garten vor dem Kiosk des Grafenauer Krankenhauses. Beiden ist die Freude über den gelungenen Eingriff anzumerken. Doch wie kam es dazu? Herr Freund war bereits mehrmals als Patient im Grafenauer Krankenhaus, da bereits seit einiger Zeit eine kardiologische Erkrankung für Beschwerden sorgte. 2018 musste in einer Fachklinik eine mechanische Aortenklappen-Implantation durchgeführt werden. Ein geringer Prozentsatz von Patienten entwickelt nach einem prothetischen Aortenklappenersatz eine PVL – eine paravalvuläre Leckage. Diese teilausgerissene, mechanische Aortenklappe sorgte auch bei Herrn Freund für erneute Probleme. Bei Patienten mit einer PVL können Symptome einer Herzinsuffizienz bzw. Zeichen einer hämolytischen Anämie auftreten, die einen erneuten chirurgischen Eingriff zum Austausch der Klappe erfordern.

Die Ärzte rieten Herrn Freund zu dieser erneuten Herzklappen-OP, bei der eine neue Aortenklappe eingesetzt werden sollte. Wie Chefarzt Peter Bomba berichtet, standen er und sein Ärzteteam bereits in Kontakt mit der Fachklinik, in der dieser Eingriff vorgenommen werden sollte. Die Angst vor der bevorstehenden Operation hinderte Herrn Freund jedoch daran, die notwendige, offene Re-Operation durchführen und sich entsprechend in die Fachklinik verlegen zu lassen. Seit Monaten schon wurde der Eingriff von Seiten des Patienten vor sich hergeschoben. Auch einfühlsame Arzt-Patienten-Gespräche konnten Herrn Freund die Ängste nicht nehmen. Die Chemie habe aber gestimmt, das Vertrauen zu Chefarzt Peter Bomba sei von Anfang an dagewesen, wie Herr Freund erzählt.

„Seit einigen Jahren ist es möglich paravalvuläre Leckagen interventionell in einem Herzkatheterlabor zu verschließen. Dieses Verfahren bietet für Patienten mit erhöhtem, operativem Risiko eine gute Alternative. Ich selbst kenne dieses Therapieverfahren aus meiner Zeit als Oberarzt am Klinikum der Barmherzigen Brüder in Regensburg,“ so Chefarzt Peter Bomba.

Im Bewusstsein, dass sein Patient auch nach zahlreichen Gesprächen einer notwendigen, größeren OP weiterhin ablehnend gegenübersteht, entschloss er sich nach ausführlicher Vorbereitung dieses Loch neben der Herzklappe im Herzkatheterlabor interventionell zu verschließen. Eine Alternative, zu der Herr Freund sich schlussendlich durchringen konnte. Zwei Stunden nahm der Eingriff in Anspruch und forderte das Team. Doch alle sind froh, dass sie dem Patienten helfen konnten.

„Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Beteiligten, dem Pflegepersonal und den Kolleginnen und Kollegen der Intensivstation für die hervorragende Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die exzellente und professionelle Unterstützung meines Ärzte- und Herzkatheterlaborteams“, fügt Chefarzt Peter Bomba voller Respekt vor der Gesamtleistung aller Mitwirkenden des Grafenauer Krankenhauses an und wünscht Herrn Freund für die Zukunft alles Gute.