Das Krankenhaus in Grafenau wurde als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland durch die DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) zertifiziert. Das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ ist eine nützliche Orientierungshilfe bei der Wahl der richtigen Klinik für Ärzte und Patienten.

Bei einer Behandlung im Krankenhaus ist es wichtig, bei jedem Patienten die genaue Vorgeschichte, Grunderkrankungen oder Allergien zu erfassen. Bei Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, ist dies besonders bedeutend. Das neue Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ hat das Ziel, die Qualität der Behandlung für Menschen mit der Nebendiagnose Diabetes zu verbessern und damit ein Defizit in der stationären Behandlung zu beheben. Drei der zu erfüllenden Kriterien sind besonders wichtig: Es muss ein diabetologisch versierter Arzt zur Verfügung stehen, Pflegekräfte müssen diabetologisch geschult sein und es muss gewährleistet sein, dass die Blutzuckerwerte bei jedem Patienten geprüft werden. Im Krankenhaus Grafenau bilden aktuell konkret 1 Diabetologe (OA Dr. Stautner), 2 diabetologisch versierte Ärzte (ÖÄ Dr. Grebner, FÄ Dr. Ravasz), 1 Diabetesberaterin (Fr. Mies), 1 Diabetes-Assistentin -in Weiterbildung zur Diabetesberaterin – (Fr. Klemm) das speziell qualifizierte Team.

OA Dr. Stautner:„Wir haben an unserer Klinik ein routinemäßiges Screening auf erhöhte Glukosewerte. Bei jedem neu aufgenommenen Patienten wird sofort Blut abgenommen und die Blutzuckerwerte werden bestimmt.“ Damit werden nicht nur die Diabetes-Patienten klar identifiziert, sondern auch die, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist. DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland bilanziert: „Das Krankenhaus Grafenau hat eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz. Die standardisierten Abläufe sind vorbildlich. Das ist eine Klinik, die die Nebendiagnose Diabetes ihrer Patienten ernst nimmt und bestmöglich berücksichtigt.“ Davon profitieren vor allem die Patienten. Denn ein gut eingestellter Diabetes trage dazu bei, die Komplikationen wie Nierenversagen, Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen zu verhindern.

Die Chefärzte der Abteilung, Dr. W. Kühnel MHBA und P. Bomba freuen sich besonders über die rasche Umsetzung der angestrebten Zertifizierung und der damit verbundenen Expertise, welche eine individualisierte und optimierte Patientenbetreuung dokumentiert.