Im Volksmund wird Osteoporose auch als „Knochenschwund“ bezeichnet. Die Knochensubstanz geht bei dieser chronischen Skeletterkrankung verloren und das Knochengewebe baut sich ab. Sie zählt zu den weltweit häufigsten Erkrankungen. So erleiden mehr als 40 Prozent der Frauen über 50 Jahre einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch, bei den Männern sind es 13 Prozent.

 

Am Dienstag den 23. Mai findet im Bürgersaal des Rathauses der Stadt Grafenau ein Vortrag zu diesem Thema statt. Chefarzt der Unfallchirurgie/Orthopädie Freyung und ärztlicher Leiter des MVZ`s Grafenau Dr. Lennart Barz wird zusammen mit seinem Kollegen, dem Orthopäden und Unfallchirurgen MUDr. Pavel Sir, der ebenfalls am MVZ Grafenau tätig ist, das Thema unter verschiedenen Aspekten beleuchten. So wird zum einen die Entstehung einer Osteoporose besprochen, als auch auf die Frakturversorgung und die Präventionsmöglichkeiten eingegangen.

 

Osteoporose ist eine heimtückische Erkrankung, die schleichend fortschreitet und meist erst spät erkannt wird. Erst durch starke Schmerzen oder wenn der erste Knochenbruch auftritt wird die Krankheit diagnostiziert. Im Verlauf werden die Knochen immer poröser und verlieren ihre Festigkeit und Stabilität. Schon bei leichten Stürzen kann es so zu Frakturen kommen, da sich die Knochenmasse immer mehr reduziert, das Knochengewebe abgebaut wird und sich der Feinaufbau der Knochen verändert.

Die meisten Patienten leiden unter einer primären Osteoporose, die ohne erkennbaren Grund entsteht. Wird die Krankheit durch andere Grunderkrankungen wie z.B. einer Schilddrüsenüberfunktion oder bestimmte Darmerkrankungen ausgelöst, spricht man von einer sekundären Osteoporose.

Die genauen Ursachen der primären Osteoporose sind bis heute nicht bekannt. Klar ist allerdings, dass bestimmte Risikofaktoren den Abbau von Knochengewebe begünstigen. Es spielen dabei das Alter und die Hormone eine wichtige Rolle. Besonders häufig tritt die Erkrankung bei Frauen in den Wechseljahren auf, weil die Produktion der für den Aufbau von Knochenmasse wichtigen Östrogene sinkt. Da bei Männern die Testosteronspiegel im Alterungsprozess langsamer abfallen, tritt die Erkrankung bei ihnen etwas später auf.

Damit ein Arzt eine Osteoporose diagnostizieren kann, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Nach einem ausführlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung wird entschieden, ob zum Beispiel eine Knochendichtemessung oder ein Röntgenbild der Wirbelsäule erforderlich ist. Durch verschiedene Laboruntersuchungen können Knochenstoffwechselerkrankungen erkannt werden, oder das Vorliegen einer sekundären Osteoporose ausgeschlossen werden.

 

Wer Osteoporose vorbeugen will, sollte auf eine gute Kalziumversorgung achten. Und dies am besten schon im Kindesalter. Gerade in jungen Jahren ist eine gute Versorgung mit dem Mineralstoff wichtig, um eine möglichst hohe Knochenmasse zu erreichen. Ab dem 35. Lebensjahr kommt es zu einem vermehrten Knochenabbau.  In Milch, Joghurt und Käse ist besonders viel von dem wertvollen Knochenmineral enthalten. Grundsätzlich ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung empfehlenswert. Um die Skelettmuskulatur zu stärken und die Knochenmasse zu erhalten ist zudem Bewegung und Sport äußerst wichtig. Laufen, Radfahren, Schwimmen und Krafttraining beansprucht die Knochen. Durch die Beanspruchung wird Knochensubstanz aufgebaut.

 

Eine Anmeldung zu dem kostenlosen Vortrag ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Facharztzentrum Am Goldenen Steig gGmbH:

www.faz-freyung.de/medizinische-fachbereiche/orthopaedie/