Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Kliniken Am Goldenen Steig am bundesweiten Girl’s Day. Dieser fand am Donnerstag den, 27. April statt und soll junge Mädchen ab der 5. Klasse bei der Berufswahl unterstützen.

Bei den Kliniken arbeiten unterschiedliche Berufsgruppen zusammen. Viele davon, wie z.B. die Krankenpflege sind zum größten Teil durch Frauen besetzt. Es gibt aber in einem Krankenhaus viele Bereiche und Tätigkeiten, die meist durch männliche Mitarbeiter erledigt werden. Insbesondere in den technischen Bereichen ist die Besetzung durch Frauen eher unüblich. Am Girl‘s Day öffneten diese Abteilungen ihre Pforten um den Mädchen ihr interessantes Tätigkeitsfeld vorzustellen.

Innerhalb kürzester Zeit waren im Vorfeld die angebotenen Plätze ausgebucht. Sieben Schülerinnen kamen aus den Realschulen und Gymnasien des Landkreises. Eine Schülerin reiste extra aus München an. Sie wurde auf der Internet-Plattform des Girl’s Day auf das Programm der Kliniken aufmerksam und konnte ihren Vater zu einer kleinen Reise überreden.

Die Teilnehmerinnen erwartete ein abwechslungsreicher Tag, der mit einer Führung durch die Haustechnik begann. Der Assistent des Technikleiters Christian Siglmüller zeigte den Mädchen hochmoderne Technik in unterschiedlichen Bereichen des Krankenhauses, die für Besucher und Patienten normalerweise nicht zugänglich sind. Bei einem kurzen Abstecher in der Krankenhausapotheke erklärte Dr. Wiederer welche Aufgaben und Logistikanforderungen an sie gestellt sind.

Anschließend stand die Arbeit der Medizintechnik auf dem Programm. Die Mitarbeiter dieser Abteilung sind für alle hochwertigen Geräte und Anlagen, die im Krankenhaus eingesetzt sind z.B. Röntgengeräte, Überwachungsmonitore und Beatmungsgeräte verantwortlich. Zu jeder Zeit müssen diese Geräte zu 100% funktionsfähig und einsatzbereit sein. Der Leiter der Abteilung Gerhard Weber erklärte den Mädchen die Geräte und bot ein interaktives Programm. Beispielsweise konnten sie mittels EKG ihre Herzstromkurve messen lassen.

Im Anschluss führte die Anästhesistin Dr. Martina Berger die Mädchen durch die Zentrale Patientenaufnahme und die chirurgische Ambulanz. „Auch wenn immer mehr Frauen Medizin studieren, ist der Fachbereich Chirurgie noch eher eine Männerdomäne“, erklärte die Anästhesistin. Nach einer Besichtigung des Schockraums, in dem schwerverletzte Patienten erstversorgt werden, führte die Fachärztin die Mädchen in den Gips-Raum. Die OP-Schwester Monika Maihorn zeigte den Mädchen wie ein Gips angelegt wird. Einige Mädchen wollten selbst gerne einen Gips bekommen und so wurden aus den Besucherinnen Patientinnen. Danach ging Frau Dr. Berger mit den Mädchen auf die Stationen und fast durch das ganze Krankenhaus. Das umfangreiche Programm war für die begeisterten Teilnehmerinnen viel zu schnell zu Ende.