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Leistungsspektrum

Wir bieten das gesamte Spektrum der Endoprothetik an.

Dank knochensparender und schonender Verfahren können wir sie frühzeitig und individuell versorgen. So schaffen wir auch eine tragfähige Basis für eventuelle Wechseloperationen.

Neben der Verwendung hochwertiger Implantate ist ein steriles Umfeld und größte Präzision oberstes Gebot. Wir gewährleisten dies u.a. durch Operationen mit dem OP-Schutzhelmsystem, routinemäßigen MRSA-Screening von Risikopatienten und einem hochspezialisierten Team. Zur Vermeidung von Gelenkinfektionen über die Blutbahn werden die Patienten u.a. auch zahnmedizinisch abgeklärt.

Die Patienten können die Klinik verlassen, wenn die Operationswunde reizlos abheilt und wenn der Patient selbstständig gut und sicher mobil ist. Dies ist bei den weitaus meisten Patienten zwischen dem achten und zehnten Tag nach der Operation der Fall. Bei nachgewiesener Nickelallergie verwenden wir gewebefreundliche Titanimplantate, sowohl bei der Hüft- wie auch bei der Knieendoprothese.

Seit der Zertifizierung konnten wir unseren Blutersatz um 90% reduzieren und sind Kooperationspartner der Zeugen Jehovas.

Auf Wunsch nehmen wir beim Operationstermin Rücksicht auf die Mondphasen.

Wie lange der Patient bei uns im Krankenhaus bleibt und in welcher Form die weitere Rehabilitation durchgeführt wird, entscheiden wir individuell gemeinsam mit dem Patienten. So kümmern sich um die optimale Nachsorge mehrere orthopädische Reha-Kliniken in unmittelbarer Nachbarschaft sowie im benachbarten Bäderdreieck Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Füssing.

Hüftendoprothesen

Der Einbau eines künstlichen Hüftgelenkes gilt als eines der erfolgreichsten Operationsverfahren überhaupt. Die Prothesen werden am Computer geplant und ausgemessen. Zusammen mit einer individuell auf den Patienten abgestimmten Nachbehandlung wird die Rehabilitation wesentlich beschleunigt. Das betrifft sowohl den Rückgang von Schmerzen als auch die Beweglichkeit und Belastbarkeit.

Knieendoprothesen

Bei der fortgeschrittenen Arthrose des Kniegelenkes, d.h. bei großflächigen und tiefgreifenden Knorpelschäden, ist vor allem beim älteren Menschen die Versorgung mit einer Knieprothese möglich, um die Mobilität sicherzustellen.

In den letzten 30 Jahren haben sich die Ergebnisse von künstlichen Kniegelenken durch neue Materialien und eine schonende Operationstechnik kontinuierlich verbessert. Durch ständige Fortbildungen führen wir diese Operationen auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens durch. Wir behandeln die Patienten mit individuellen Behandlungspfaden und verwenden auf den Patienten abgestimmte Prothesen. Je nach Ausmaß der Schädigung kommen verschiedene Prothesentypen in Frage. Dies betrifft:

  • Das Langzeitergebnis durch Auswahl hochwertigster Endoprothesen.
  • Die schnelle Rehabilitation – die gewebeschonende Operationstechnik erlaubt die unmittelbare Belastung des operierten Kniegelenks nach der Operation.
  • Die Sicherheit des Patienten – die Patienten werden nach einem erprobten, standardisierten Behandlungsplan versorgt unter Einbeziehung des Behandlungsteams von Arzt, Pflege und Physiotherapie, die Hand in Hand arbeiten.

Die Implantation eines Kunstgelenks kommt bei fortgeschrittenem Verschleiß des Knorpels des Kniegelenks, der sogenannten Gonarthrose, zur Anwendung. Je nach Schweregrad und Lokalisation der Arthrose sowie Stabilität des Kapsel-Band-Apparats kommen verschiedene Endoprothesenmodelle zur Anwendung.

Allen gemeinsam ist, dass mit möglichst geringem Knochenverlust die verschlissene Knorpel-Knochen Oberfläche entfernt und ersetzt wird. Fast immer darf der Patient das operierte Bein sofort nach der Operation schmerzorientiert voll belasten. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt am Tag der Operation. So wird eine deutlich schnellere Rehabilitation nach der Operation erreicht.

Monoschlittenprothese

Ist nur die Innenseite des Kniegelenkes von der Arthrose betroffen, kann eine sogenannte Monoschlittenprothese eingesetzt werden. Der intakte Knorpel auf der Außenseite des Kniegelenks bleibt unberührt, es wird lediglich der zerstörte Anteil des Kniegelenks ersetzt.

Bei der Operation werden nach Entfernung der verschlissenen Gelenkanteile auf der Innenseite Kufen aus Edelstahl eingesetzt, dazwischen liegt eine Scheibe aus Polyethylen (Kunststoff). Beide Metallanteile werden meist mittels Knochenzement am Oberschenkelknochen beziehungsweise Schienbeinkopf fixiert.

Vorteil dieses Endoprothesentypes ist, dass nur der zerstörte Anteil des Gelenkes ersetzt wird, der gesunde Anteil bleibt erhalten und weiter funktionsfähig. Die minimalinvasive OP Technik ohne Muskeldurchtrennung ermöglicht eine rasche Rehabilitation.

Sollte es nach Jahren zu einem Fortschreiten des Gelenkverschleißes auf der nicht ersetzten Seite oder hinter der Kniescheibe kommen, ist ein Wechsel auf einen Doppelschlitten und Kniescheibenrückflächenersatz möglich.

Doppelschlitten-/ Totalendoprothese

Sind mehrere Abschnittte des Kniegelenks von der Arthrose betroffen und die Seitenbänder intakt, kommt eine sogenannte Doppelschlittenprothese zur Anwendung. Bei dieser Operation werden die abgenutzten Knorpelflächen entfernt. Äußerer und innerer Gelenkanteil, das Gleitlager der Kniescheibe und eventuell auch die Kniescheibenrückfläche werden durch Metallkufen bzw. Kunststoffanteile ersetzt (Oberflächenersatz des Kniegelenkes). Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf werden mit Hilfe von speziellen Schablonen so bearbeitet, dass die Prothesenteile passgenau auf dem Knochen fixiert werden können. Zwischen die beiden Gelenkanteile wird ein drehbewegliches formschlüssiges Polyethylen-Onlay eingebracht, das auf den Flächen der Oberschenkelprothese frei gleiten kann. Die Prothese ist ungekoppelt. In manchen Fällen ist auch die Rückseite der Kniescheibe zu ersetzen.

Die Verbindung mit dem Knochen wird über eine dünne Zementschicht hergestellt.

Der weitaus größte Anteil der eingebauten Knieprothesen sind Doppelschlittenprothesen. Dabei gibt es unterschiedliche Prothesen für männliche und weibliche Patienten. Durch die muskelschonende OP-Technik ist die Vollbelastung sofort nach der OP erlaubt.

Gekoppelte Prothesen

Ist der Verschleiß ausgedehnter oder liegt eine Instabilität bei Schädigung des Seiten-Band-Apparats vor, sind teilgekoppelte oder Scharnierprothesensysteme erforderlich. Dabei wird die fehlende Stabilisation des Gelenks durch eine mechanische Kopplung, z.B. ein Scharnier, zwischen Oberschenkel- und Unterschenkelteil der Prothese gewährleistet. Darüber hinaus werden gekoppelte Knie Prothesen vor allem bei Wechseloperationen und nach Infektionen des Kniegelenkes eingesetzt. 

Endoprothesenwechsel

Wenn künstliche Hüft- oder Kniegelenke versagen bzw. abgenutzt sind bedeutet dies eine Beeinträchtigung der Mobilität durch Schmerzen.

Wer sich mit dieser Symptomatik bei uns in der Sprechstunde vorstellt, bei dem wird abgeklärt ob eine „Reparatur“ noch durch einen kleinen Eingriff möglich ist (Wechsel der Verschleißteile) oder ob die gesamte Endoprothese ausgetauscht werden muss.

Zur Abklärung der patientenindividuellen Behandlung wird jeder, der sich bei uns vorstellt zu seiner Vorgeschichte befragt, untersucht sowie durch Röntgen- und Blutanalysen die Ursache der Probleme des Patienten abgeklärt. Oft sind weitere Checks wie Computertomographie, Kernspintomographie, Szintigraphie und Allergietestungen erforderlich.

So kann es sich bei Schmerzen in der Nähe eines künstlichen Gelenks um muskuläre Probleme oder um von der Wirbelsäule ausgelöste Beschwerden handeln, die keine Operation erfordern.

Oft ist zur Abklärung auch eine Punktion des Gelenkes erforderlich, um eine bakterielle Infektion des Implantates zu beweisen bzw. auszuschließen.

Wichtig zur Beurteilung sind ältere Röntgenbilder und alte Operationsberichte sowie der Prothesenpass von der Erstoperation.

Im günstigsten Fall einer Wechseloperation handelt es sich um den isolierten Abrieb von älteren Kunststoffgleitflächen ohne weitere Schäden am Gelenk.

Liegt ein ausgedehnter Knochenschaden vor, wie er sich ergeben kann, wenn der Patient Jahre auf einer gelockerten Prothese umherläuft, sind oft Spezialimplantate notwendig, um eine stabile Fixierung des Implantates im Knochen zu ermöglichen.

Auch die Nachbehandlung ist immer individuell festzulegen. Meistens muss der Patient nach der Operation 6 Wochen an Unterarmgehstützen entlasten.

Bei drohenden Weichteildefekten und Wundheilungsstörungen, wo eine plastische Chirurgie notwendig wird oder werden könnte arbeiten wir mit unserem Partner des Endoprothesenzentrums der Maximalversorgung, Barmherzige Brüder Regensburg, zusammen, sowie überhaupt bei schwierigen Fällen vorab eine Besprechung stattfindet.